Was ist eine Metasuche? Hotelpreisvergleiche einfach erklärt
Metasuchen wie Google, Trivago oder Kayak vergleichen Hotelpreise. Wie sie funktionieren und was Hotels davon haben.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Metasuche vergleicht Hotelpreise mehrerer Anbieter, etwa der Hotelwebsite und verschiedener Buchungsportale. Gebucht wird in der Regel nicht bei der Metasuche selbst, sondern beim gewählten Anbieter.
- Bekannte Metasuchen sind Google Hotels, Trivago, Kayak und Tripadvisor.
- Seit März 2021 können Hotels bei Google kostenlos mit Buchungslinks erscheinen. Teilnehmen kann jedes Hotel über ein Konto im Hotel Center.
- Damit die eigene Website erscheint, braucht ein Hotel eine Booking Engine mit Anbindung an die Metasuche.
Eine Metasuche ist ein Preisvergleich für Hotels. Gäste sehen dort auf einen Blick, was ein Zimmer beim Hotel selbst und bei verschiedenen Portalen kostet. Für Hotels ist sie eine Chance, Buchungen auf die eigene Website zu holen.
Was eine Metasuche ist
Eine Metasuche, englisch Metasearch, sammelt Preise und Verfügbarkeiten verschiedener Anbieter für dasselbe Hotel und zeigt sie nebeneinander. Bekannte Beispiele sind Google Hotels, Trivago, Kayak und Tripadvisor. Anders als ein Buchungsportal verkauft die Metasuche in der Regel keine Zimmer selbst, sondern leitet Gäste zu dem Anbieter weiter, bei dem dann die Buchung stattfindet.
Wie Metasuchen Geld verdienen
Klassisch zahlen Anbieter für Klicks oder für vermittelte Buchungen. Bei Google heißen diese bezahlten Einträge Hotel Ads. Im März 2021 hat Google zusätzlich kostenlose Buchungslinks eingeführt: Hotels und Reiseanbieter können seitdem ohne Kosten in den Preisvergleichen erscheinen. Teilnehmen kann jedes Hotel über ein Konto im Google Hotel Center, bezahlte Anzeigen bleiben daneben möglich.¹
Warum die Metasuche für Hotels wichtig ist
In der Metasuche stehen die Hotelwebsite und die Portale direkt nebeneinander. Ist das Hotel dort nicht mit eigenem Preis vertreten, landet der Gast fast zwangsläufig bei einem Portal, und das Hotel zahlt Provision. Ist die eigene Website vertreten und mindestens gleich günstig, hat sie eine echte Chance auf die Direktbuchung.
Was ein Hotel dafür braucht
Damit die eigene Website in der Metasuche erscheint, müssen Preise und Verfügbarkeiten tagesaktuell geliefert werden. Das übernimmt meist die Booking Engine des Hotels oder ein Dienstleister, der sie an Google und andere Metasuchen anbindet. Bei vielen Anbietern von Booking Engines gibt es diese Anbindung als Zusatzmodul. Entscheidend ist, dass Preise und Bedingungen in der Metasuche mit denen auf der Website übereinstimmen.
Worauf Hoteliers achten
- Eintrag ansehen: Das eigene Hotel bei Google suchen und prüfen, welche Anbieter mit welchem Preis erscheinen.
- Anbindung klären: Beim Anbieter der Booking Engine nachfragen, ob und wie die Website an Google angebunden werden kann.
- Kostenlose Links nutzen: Prüfen, ob das Hotel bereits mit kostenlosen Buchungslinks erscheint.
- Preise abgleichen: Darauf achten, dass Preis und Bedingungen in der Metasuche und auf der Website übereinstimmen.
Mehr im Magazin
Wie Gäste heute mit KI nach Hotels suchen und warum sie später buchen, erklärt Tourismusprofessor Marco A. Gardini in unserem Beitrag „KI verändert die Hotelsuche, Gäste buchen kurzfristiger – wie sich Hotels darauf einstellen können“. Was die Buchungsstrecke auf der eigenen Website leisten muss, zeigt der Lexikon-Eintrag Booking Engine, warum die Buchung über die eigene Website zählt, der Eintrag Direktbuchung.
Dieser Lexikon-Eintrag stützt sich auf folgende Quelle:
-
Google (Richard Holden) (2021)
More choice for travelers with free hotel booking links
Blogbeitrag, 09.03.2021. Kostenlose Buchungslinks für Hotels und Reiseanbieter, Teilnahme über das Hotel Center.
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